Welche Harfenarten gibt es?

Finde die perfekte Harfe für deinen Einstieg


Der große Ratgeber für deinen Einstieg ins Harfe lernen

Gruppenunterricht Harfe

Welche Harfenarten gibt es? Der große Ratgeber für deinen Einstieg

Die Entscheidung, Harfe zu lernen, beginnt oft mit einer ganz praktischen Frage: Welche Harfe passt eigentlich zu mir? Wer sich zum ersten Mal mit diesem wundervollen Instrument beschäftigt, ist oft überrascht, wie groß die Vielfalt ist. Von der majestätischen Konzertharfe bis zur federleichten Reiseharfe gibt es für jeden Lebensstil und jedes musikalische Ziel das passende Modell. In diesem Ratgeber stelle ich dir die wichtigsten Harfenarten vor, erkläre ihre Besonderheiten und helfe dir dabei, die richtige Wahl für deinen persönlichen Weg zur Musik zu treffen.

Die drei Haupttypen der Harfe

Es gibt drei Haupttypen von Harfen: Die Konzertharfe (Doppelpedalharfe) für klassische Musik mit maximalem Tonumfang, die Hakenharfe (Keltische Harfe) als ideales Einsteigerinstrument mit geringerer Saitenspannung und die Reiseharfe (Schoßharfe) für maximale Mobilität. Ergänzt wird dies durch die Einfachpedalharfe, die eine Brücke zwischen den Modellen schlägt.

Die Anatomie der Harfe: Was alle Modelle vereint

Trotz aller Unterschiede im Klangvolumen und in der Mechanik folgen fast alle Harfentypen einem identischen Grundaufbau. Jede Harfe besteht aus einer Säule und dem Hals, die das statische Gerüst bilden. Der Korpus ist innen hohl und dient als Resonanzkörper. Hier tritt der Klang durch die rückseitigen Schalllöcher nach außen. Besonders hilfreich für Anfänger: Die Saiten sind bei allen Harfen farblich codiert. Die Saite C ist immer rot, die Saite F ist immer blau. Das erleichtert die Orientierung beim Zupfen enorm und ermöglicht schnelle Erfolgserlebnisse beim Lernen.

1. Die Konzertharfe: Die Königin der Instrumente

Die Konzertharfe, auch Doppelpedalharfe genannt, ist das Instrument, das du aus großen Orchestern kennst. Mit 47 Saiten und einem Gewicht von bis zu ca. 50 Kilogramm ist sie eine beeindruckende Erscheinung. Das Besondere: Sie besitzt sieben Pedale. Jedes Pedal lässt sich in drei Stufen verstellen (ces, c und cis). Dadurch kannst du in absolut jeder Tonart spielen, ohne das Stück für die Harfe anpassen zu müssen. Allerdings erfordert die Konzertharfe körperlichen Einsatz nicht nur beim Transport: Auf der Resonanzdecke lasten hohe Spannungen. Um die dicken Saiten zum Schwingen zu bringen, benötigst du Kraft in den Fingern. Ihr Klang ist dafür unvergleichlich voluminös – von tiefen, grollenden Bässen bis zu kristallklaren Höhen.

2. Die Hakenharfe: Das ideale Anfängerinstrument

Die Hakenharfe wird oft auch als keltische Harfe oder irische Harfe bezeichnet. Für meine Schüler in der Online Harfenschule ist sie oft die erste Wahl, da sie einen sanften und unkomplizierten Zugang zum Instrument ermöglicht. Warum sie ideal ist:
  • Mobilität: Mit etwa 12 kg ist sie deutlich leichter und handlicher als eine Konzertharfe.
  • Einfachheit: Statt Pedalen nutzt du kleine Haken (Halbtonklappen) oben am Saitenende, um die Tonhöhe zu verändern. Es gibt nur zwei Positionen: Haken oben oder unten.
  • Spielgefühl: Die Saitenspannung ist geringer. Das Zupfen fällt leichter, die Finger ermüden nicht so schnell und das Spielgefühl ist insgesamt weicher.
  • Ihr Klang ist zarter als der ihrer großen Schwester und eignet sich hervorragend für keltische Musik, Volkslieder und moderne Pop-Stücke.

3. Die Reiseharfe: Musik für unterwegs

Wenn du dein Instrument gerne mit in den Park, an den Strand oder in den Urlaub nimmst, ist die Reiseharfe (oder Schoßharfe) dein perfekter Begleiter. Durch ihr geringes Gewicht kannst du sie dir sogar mit einem Gurt umhängen und im Stehen spielen. Mit meist etwa 22 - 29 Saiten ist ihr Tonumfang zwar kleiner, aber sie bietet eine wunderbare Leichtigkeit für die Liedbegleitung oder kleine Meditationen im Freien.

4. Die Einfachpedalharfe: Der historische Allrounder

Besonders im süddeutschen Raum erfreut sich die Einfachpedalharfe (oft auch als Volksharfe bekannt) großer Beliebtheit – und das aus gutem Grund. Sie sieht optisch einer Konzertharfe sehr ähnlich, ist jedoch mechanisch unkomplizierter aufgebaut. Warum sie eine hervorragende Wahl ist: Wer langfristig plant, auf die große Konzertharfe umzusteigen, findet in der Einfachpedalharfe die perfekte Vorbereitung. Man gewöhnt sich bereits frühzeitig an die Arbeit mit den Pedalen und die typische Sitzhaltung, ohne direkt die Komplexität und das enorme Gewicht einer Doppelpedalharfe bewältigen zu müssen. Sie ist eine erstklassige Alternative für alle, die eine Brücke zwischen der keltischen Welt und der klassischen Orchestermechanik schlagen wollen.

Fazit: Welche Harfe ist die richtige für dich?

Die Wahl der Harfenart hängt davon ab, wo deine Reise hingehen soll. Möchtest du große Klassik spielen und hast den Platz für ein schweres Instrument? Dann ist die Konzertharfe dein Ziel. Suchst du einen unkomplizierten, warmherzigen Einstieg in die Welt der Musik, ist die Hakenharfe der goldene Mittelweg. In meiner Online Harfenschule begleite ich dich – egal für welches Modell du dich entscheidest. Der Einstieg ist viel einfacher, als die meisten Menschen glauben. Schau dir gerne mein ausführliches Video zu den Harfentypen an, um die Klangunterschiede direkt zu hören!
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