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Willkommen bei

"Harfe leicht erklärt"!

Ich bin Alexandra Janzen - Harfenistin, Sängerin und Harfenlehrerin. 

 

Viele Menschen sind neugierig auf die Harfe, haben aber keinen direkten Zugang  zum Instrument. So ergeben sich viele unbeantwortete Fragen. 2020 gründete ich darum die Online Harfenschule, um JEDEM Menschen - egal wo er wohnt oder wieviel Zeit er hat - das Harfespielen zu ermöglichen.

In diesem Harfen-Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrung.

Wozu sind die Haken an der Harfe da?

 

Die Klappen an der Hakenharfe haben die wichtige Funktion, die Länge der Saite zu verkürzen und somit ihren Klang um einen Halbton zu erhöhen - ähnlich wie es die schwarzen Tasten beim Klavier tun. Dadurch kannst du verschiedene Tonarten spielen. 

 

Das funktioniert nach dem einfachen Prinzip, das Saiten mit abnehmender Länge höher klingen. Kurz: Je länger die Saite - desto tiefer der Klang.  Das hat mit dem Schwingungsverhalten der Saiten zu tun - vielleicht ging es ja schon mal in einer Physikstunde bei dir um dieses spannende Thema. 😉 Wenn eine Saite also ein kleines Stückchen verkürzt wird - z.B. mit einem richtig justierten Klappenmechanismus - so kann man den Halbton zwischen dem ursprünglichen Ton und dem nächsten erzeugen. 

 

Tonarten wechseln mit Hilfe der Halbton-Klappen

 

Die Tonarten werden in der Notenschrift mit Kreuzzeichen (#) oder B’s (♭) gekennzeichnet. Die Lage der Zeichen auf den Notenlinien verrät dir, welcher Ton erhöht (Kreuz) oder erniedrigt (B) wird: die beiden Querstriche beim Kreuz umrahmen die Notenlinie des betreffenden Tons (oder liegen zwischen den Notenlinien). Auch die Lage vom “Bauch” beim B kennzeichnet den jeweiligen Ton. So kannst du leicht erkennen, welchen Haken du für ein Stück umlegen musst. 


 

Jetzt wird es kniffelig: Ein Ton, zwei Schreibweisen

 

Nehmen wir ein Stück mit einem B-Zeichen vor dem D: 

Unser D wäre dadurch also in Wahrheit ein ♭D = “Des”. so müsstest du hier ebenfalls den Haken an der C-Saite hochstellen - und nicht die D-Saite verändern. 

 

Das liegt daran, dass du die Saite D gar nicht weiter erniedrigen könntest - es sei denn, du stimmst die Saite mit dem Stimmschlüssel insgesamt einen halben Ton tiefer. Vom Klang her sind Cis und Des übrigens der gleiche Tom - nur die Schreibweise ist durch die Vorzeichen eben anders.

 

Dasselbe gilt analog beim Fis: Wenn in deinem Stück die Note Ges (G mit B-Vorzeichen) gefordert wird, müsstest du ersatzweise zur F Saite mit hochgestelltem Haken greifen.

 

Das Erhöhen eines Tons ist dank der Halbtonklappen aber zum Glück kein Problem - dies machst du dir zunutze und benutzt für das Des also einfach die erhöhte C-Saite bzw. für Ges die erhöhte F-Saite.

 

Sofern du bis jetzt noch nicht vollends verwirrt bist, stellst du dir vielleicht gerade folgende berechtigte Frage: 😀

 

Was machst du, wenn in einem Stück die Notenfolge “C - Des” verlangt wird? Schließlich ist deine C Saite ja schon als Des “im Einsatz”. So was könnte dir tatsächlich in einem Stück begegnen - man denke nur an den Anfang der Filmmusik vom “Rosaroten Panther” mit seinen charakteristischen Halbtonfolgen.

 

Tja - in dem Fall wären verflixt flinke Finger gefragt, damit du blitzschnell den Haken umstellen und die gleiche Saite nochmals zupfen kannst. 

 

Kleiner Trost: Solche Tonfolgen könnten selbst für die Pedalharfe bisweilen eine Herausforderung darstellen. Das aber nur mal am Rande. 😀

Hast auch DU eine Frage?

"Gibt es einen Tipp, um sich Tonarten zu merken? "

"Warum soll man in der Mitte der Saite zupfen? "

"Ist eine Veeh-Harfe auch eine Harfe? "

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Schick mir deine Frage und ich bemühe mich

um eine einfache, klare Antwort. 

✅ 3 Gründe, ein Instrument zu spielen

Hast du dich je mit dem Gedanken getragen, ein Instrument spielen zu lernen? Ist es vielleicht sogar ein Herzenswunsch? Dann möchte ich dich mit 3 guten Gründen ermutigen, deinen Traum zu verwirklichen: 

Grund 1: Du hältst dein Gehirn auf Trapp

 

Der Mensch lernt bis zum letzten Atemzug und es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen. Im Gegenteil: Wie bei Muskeln gilt auch hier, dass ein gutes Training die Leistungsfähigkeit erhöht, stärkt und erhält! Und auch dein Herz-Kreislauf-System profitiert von der kraft gebenden, wohltuenden Wirkung der Musik. Wusstest du beispielsweise dass du mit dem richtigen Rhytmus und Tempo (6/8tel Takt) sogar deine Herzfrequenz beeinflussen kannst? Dies wird besonders in der Musiktherapie häufig für Entspannungsübungen oder Meditation genutzt. 

 

Grund 2: Musik verbindet

 

Keine Sprache wird so universell verstanden wie Musik. Sie zieht Menschen jeden Alters in ihren Bann. Ob alleine oder beim gemeinsamen Spiel - es entsteht rasch eine positive Stimmung und Verbindung zu den anderen. Jeder der schonmal ein Geburtstagsständchen oder die Nationalhymne in der Gruppe gesungen hat kennt den Effekt - es kommt gleich ein Gemeinschaftsgefühl auf, selbst wenn du mit dir fremden Menschen singst.

Grund 3: Musizieren liegt in der Natur des Menschen


Seit es Menschen gibt, finden sich auch Spuren früher Instrumente wie Flöten aus Tierknochen. Die erste Harfe wurde vermutlich auf der Jagd beim Bogenschießen erfunden, als der Schütze vom Klang der schwingenden Saite fasziniert war. Folge deiner Natur und entdecke ein Hobby, dass dir viele schöne Momente beschert und dein Leben bereichert - es ist leichter als du denkst!